Online-Abrechnung für Arztpraxen
Ab dem 1. Quartal 2011 sind niedergelassene Praxen und MVZ zur Online-Abrechnung verpflichtet. Durch diese Methode sollen Personal- und Lagerkosten verringert, die Abwicklung sicherer und der Ablauf beschleunigt werden.
Im Moment stehen den Ärzten zwei Möglichkeiten der Online-Abrechnung zur Verfügung:
KV-Safenet
Bei der Ersten handelt es sich um KV-Safenet. An diesem KV Intranet sind alle Kassenärztlichen Vereinigungen angeschlossen. Über dieses Portal können neben der Online-Abrechnung auch alle anderen Onlinedienste der KV nutzen - etwa die elektronische Dokumentation im Rahmen der Qualitätssicherung oder das elektronische Bestellen, Ausfüllen und Versenden von Formularen oder einen Dienstplanaustausch im Notdienst. Auch der Austausch von sensiblen Daten zu anderen Ärzten oder zu Kliniken wie Arztbriefe und Befunde können sicher und schnell mit Kollegen in ganz Deutschland ist mit KV-Safenet möglich.
Der KV-Safenet Anschluss bietet die höchste Sicherheit bei der Onlineanbindung und ermöglicht eine datenschutzgerechte und professionelle Anbindung aller Rechner der Praxis. Wer KV-Safenet nutzen möchte, muss mit einen Vertrag mit einem von der jeweiligen KV zertifizierten Provider schließen. Neben den Installationskosten für die sogenannte Blackbox in der Praxis fallen in der Regel monatliche Gebühren zwischen 7,50 und 25,00 Euro je nach Provider-Dienst an. Die Blackbox wird vom Provider an das Praxisnetz angeschlossen und baut einen elektronischen "Tunnel" zur KV auf, den nur Teilnehmer mit einer Berechtigung nutzen können.
KV-Webportale
Als zweite Möglichkeit bieten die meisten KV'en die Online-Abrechnung über das KV-eigene Web-Portal an. Durch die Eingabe von Benutzername und Passwort, die von der KV vergeben werden wird ein gesicherter Zugang zum KV-System ermöglicht. Die Quartalsabrechnung, die zuvor auf einem Datenträger wie z.B. USB-Stick oder CD gespeichert wurde, kann dann auf das KV-Portal hochgeladen werden. Die KVen raten dazu, die Online-Verbindung zur KV und die Übermittlung der Quartalsabrechnung über einen PC vorzunehmen, auf dem nicht das Praxisverwaltungsprogramm installiert ist.
Bei dieser Variante der Online-Abrechnung bieten einige KV'en zusätzliche Sicherheitsmechanismen für die Online-Übertragung an, wie z.B. die KV Bayern mit dem KV-Identverfahren, ein sogenanntes starkes Autorisierungsverfahren durch den Besitz der KV-Identkarte und einer persönlichen KVB-Benutzerkennung. Nach der Anmeldung im KV-Portal "Meine KVB" wird ein Einmal-Code erzeugt, der dann zusätzlich zur Benutzerkennung eingegeben werden muss. Die KV-Identkarte z.B 20,00 Euro einmalig, darüberhinaus werden jedoch keine monatlichen Kosten berechnet.
Zusätzlich zur Online-Übertragung der Quartalsabrechnungen müssen aus rechtlichen Gründen einige Formulare wie das unterschriebene Quartalsdeckblatt bei der KV eingereicht werden. Die KV-Nordrhein bietet die Unterzeichnung der Online-Abrechnung mittels elektronischer Signatur an. Dafür ist eine Signaturkarte bei der Firma medisign zu beantragen. Zusammen mit der Signaturkarte erhält die Praxis ein kleines Signatur-Lesegerät. Dieses Verfahren soll im Laufe des Jahres 2011 auch in anderen KV-Regionen installiert und angeboten werden.
Weitere Informationen zur Online-Abrechnung in Arztpraxen
Datensicherheit in der Arztpraxis:
Die Blackbox des KV-Safenet-Verfahrens schützt das interne Netz der Praxen von unerlaubten Zugriffen von außen und nutzt dabei die modernsten Sicherheitstechnologien. Ein separater Rechner für die Onlineabrechnung ist daher nicht erforderlich.
Die Online-Abrechnung über die KV Webportale über Benutzername und Passwort ist nicht automatisch vor externen Zugriffen geschützt. Für die Absicherung der Praxisrechner sind die Praxen selbst verantwortlich. Via da Vinci empfiehlt hier das GData Virenschutzprogramm mit Firewall "Internet-Security". Fordern Sie bei uns eine 30-Tage Demo-CD an.
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